Hallo Welt!

Posted: Februar 20, 2008 in Lebenslauf

Dies ist der freie Blog von Francesco Königsberger.

Es freut mich das ihr den Weg auf meinen Blog gefunden habt. Wünsche euch viel Spaß beim lesen meiner Beiträge und durchstöbern meiner Bildergalerie.

Liebe Grüße

Sonnenuntergang unter Nuselsky most (Brücke)

Surfing USA

Posted: Dezember 21, 2011 in PRAG

Das beste, unvorstellbarste Wochenende seit ich in Prag bin!

Der Samstag sollte eigentlich ganz normal werden, kleine Stadtführung, etwas trinken gehen und vor Sonnenaufgang nach Hause! Doch wie geht der Spruch; “Mensch denkt und Gott lenkt.” also das Ziel mit der Stadtführung hatte ja funktioniert, doch das Fortgehen birgte Gefahren :-)

Mit Julian und anderen Freiwilligen aus Terezin, die heute in der Stadt waren sowie Timo mit Freundin waren wir in Holesovice essen. Danach stand das Ziel Zizkov am Program, wo sich aber Timo mit Freundin verabschiedeten, naja auch ein junges Liebespaar :-) Zu fünft sind wir dann auf zum Bunker, wo sich einer der Freiwilligen mit zwei Amerikanerinnen treffen wollte. Im Bunker war aber nichts los und die Girls waren auch nicht da, also sind wir ins Akropolis. Dort trafen wir auch auf die beiden – echt heißen – Girls! Nach einem kurzen vorstellen sind wir in die Bars. Meistens stehe ich immer am Ausgangsbereich um die Personen auf der Tanzfläche zu beobachten. Schon das war ein Fehler, nicht nur das die beiden Ami-Girls sich zu mir gesellten, anstelle zu den anderen die eigentlich was wollten :-)

Aber nicht nur von den beiden Girls wurde ich ins Auge gefasst sondern auch von einer Dame auf der Tanzfläche. Naja, wie soll ich sie beschreiben, über 40 mit Kurzhaarschnitt, großen Vorbau einen “kleinen” Bauch, Kleidung die etwas aus den Nähten platzte und einer Knall roten Sonnenbrille. (Ich werde für die beiden amerikanischen Girls, fiktive Namen verwenden aus Datenschutzrechtlichen Gründen :-) )
Elenor und ich amüsierten uns über meinen Fund auf der Tanzfläche, den bei ihren rhythmischen Bewegungen musste sie immer dafür Sorgen, das ihr Vorbau nicht aus der dafür vorgesehenen Absperrung sprang. Als die Tänzerin plötzlich sich in meine Richtung aufmachte hat sie mir ein unmissverständliches Augenzwinkern zugeworfen. Total geschockt wollte ich es nicht war haben, aber als sie dann später auch auf mich zuging und ihre Hand auf meinen linken Brustmuskel legte und mir ins Ohr flüsterte; “Do you have a cigarette for me!” Noch unter Schock aufgrund ihrer Berührung brüllte ich beinahe heraus, das ich Nichtraucher bin! Dies veranlasste sie zurück auf die Tanzfläche zu gehen.

Elenor und ich machten durch den, durch Bier, erhöhten Blutalkoholspiegel eine Wette. wer bis zum Abend seinen Teil erfüllt bekommt etwas vom anderen, jedoch haben wir nicht festgelegt was, alles ist offen :-) Ich sollte die rote Sonnenbrille meiner Discoqueen organisieren und Sie die Goldmütze eines jungen Ungarers. Sogleich machte Sie sich dran mit dem Typen zu flirten, hatte aber anfängliche Verständigungsprobleme. Währenddessen hat sich bei den anderen auch etwas getan, die Freiwilligen sind alle bei Lisa (2. Ami-Girl) abgeblitzt und waren etwas deprimiert, gab es aber noch Elenor wo sie es versuchen konnten. Um meine Wette zu erfüllen, bin ich einfach zu meinem Opfer und habe sie angesprochen und ihr die ganze Story erzählt. Im Gespräch stellte sich heraus, dass sie auch Kinder im selben Alter hat und den Jugendlichen Leichtsinn versteht, des weiteren findet sie meine Wettpartnerin auch ganz süß. Sie hat es satt immer Hausfrau zu sein und Mutter zu sein, deshalb will sie heute auf den Putz hauen. Voller Überraschung schenkte sie mir ihre Brille und wünschte mir viel Glück bei meiner Wettpartnerin.

Mit meinem Gewinn tanzte ich dann um Elenor herum und machte sie etwas wütend. Sie wolle ja nicht verlieren, deshalb versuchte sie es nochmal bei Ihrem Opfer. Aber leider hatte sie keinen Erfolg also riss sie dem Typen die Kappe vom Kopf und hatte sie für 5 Sekunden. Etwas deprimiert über die verlorene Wette zahlte ich ihr die nächste Runde. Nachdem alle bei Lisa kein Glück hatten machten sie sich über Elenor her. Ich stattdessen setzte mich zu Lisa und begann mich ganz belanglos mit ihr zu Unterhalten :-)

Im laufe der Nacht verschwanden die Freiwilligen alle aufgrund der Abfuhr von beiden Girls und am Ende waren nur mehr Julian, Lisa, Elenor und ich da. Mit mehr und mehr Bier stellte sich schnell heraus wer welches Girl abbekommt, nachdem Julian dann plötzlich mit Elenor in einer dunklen Ecke der Bar verschwand und man sie nur mehr umschlungen sah, stand fest Lisa gehört mir! :-)

Bei einer Mischung aus 80iger und moderner Musik entstand eine Art Paarungstanz zwischen uns mit unschuldigen Berührungen und kleinen Küssen am ganzen Körper. Nach längerer Zeit waren wir von den impulsiven Bewegungen erschöpft und suchten uns ein ruhiges Plätzchen. Um uns etwas abzukühlen haben wir uns ein Wasser bestellt, ich denke ich habe noch nie Wasser so verführerisch aus einem Strohhalm getrunken. Nachdem ich ihr auch etwas die Beine massiert habe vom tanzen und wir umschlungen das Wasser leerten, stießen die anderen zu uns. Nach einer Fotosession von Verliebten, gaben wir den Girls unsere Nummer und haben uns verabschiedet.

Ja genau wir gingen nach Hause, war es ja schon 6 Uhr. Erst am Rückweg realisierten wir was heute passiert ist und wie dumm wir sind, haben ja nur die Girls unsere Nummer :-) Gott sei dank hat damals Mark Zuckerberg, Facebook erfunden und mit etwas Glück konnten wie die Girls im Internet finden.

Unverhofft kommt oft!

Posted: Dezember 21, 2011 in PRAG

Nach der gelungenen Überraschung von gestern, auf der Geburtstagsfeier meiner Mutter, hatte ich den Montag noch frei. Ich nutzte nach 8 Monaten die Gelegenheit um meinen Friseur in Graz zu besuchen. In Begleitung meiner Mutter waren wir zuerst beim Friseur und danach noch beim Media Markt. Somit war der Vormittag auch wieder vorbei und meine Mutter musste arbeiten gehen. Ich nutzte die noch die Zeit um einem Film auszuleihen. Gegen 15 Uhr habe ich meine Reise richtung Prag wieder angetreten. Nach meiner 6 stündigen Fahrt und knapp 600 Kilometern weiter bin ich angekommen. Doch zum verschnaufen hatte ich keine Zeit, musste ich der Katha beim siedeln in die Wohnung vom Timo behilflich sein. Gerade das ich noch fahren konnte, so haben wir das Auto vollgestopft, um nur 1 mal fahren zu müssen. 1 1/2 Stunden später haben wir ein kühles Bier am Balkon genossen, bevor ich endlich nach Hause fahren konnte.

Der Dienstag sollte der einzige Tag in der Woche sein an dem ich arbeite. Doch der war alles andere als geplant. Schon in der Früh bekam ich den Anruf, das mein Schwimmen ausfällt, damit ich mit jemanden anderen zum Arzt gehen konnte. Das lustige war, ich solle meinen Schwimmklienten selbst anrufen und Absagen. Natürlich war der nicht sehr erfreut darüber, also hat mein Tag schon mit etwas Missmut begonnen. In der Firma angekommen fragte meine Betreuerin ob alles in Ordnung sei, würde ich doch nicht so freundlich aussehen. In meiner Missmut musste ich ihr klar verständlich machen, das mir diese kurzfristigen Änderungen nicht sehr gefallen. Dann müsste sie mir leider Mitteilen, das ich noch eine Klientin am Nachmittag einschieben muss :-)
Hoch erfreut und mit einen überfreundlichen Gesicht, bin ich auf zur Arbeit. Konnte kaum die Minuten zählen bis dieser Tag vorbei war. Wütend Au f alles und jeden habe ich kurzfristig beschlossen am nächsten Tag nach Wien zu fahren. Noch schnell bei Timo erkundigt ob er mitfährt und ab ins Bett.

In der Früh hieß es ruckzuck raus aus dem Bett und ab nach Wien. Gegen 12 Uhr sind wir im 18. Bezirk angekommen, wo ich noch schnell etwas erledigen musste, bis wir uns nach unzähligen Telefonate mit meinen Wiener Kollegen, Julian, beim Hummel getroffen haben. Nach richtigem Wiener Schnitzel hat uns Julian die Stadt gezeigt (1. Bezirk, Donau und Uni). Um ca. 17:30 ist dann noch Bettina (Erasmusstudentin im Sommersemester in Prag) zu uns gestoßen und mir sind noch in einem Gastgarten, bevor wir um 8 Uhr nach Brünn auf machten. Richtig gehört wir sind noch nach Brünn gefahren, wo 2 weitere deutsche ASF Freiwillige sind. Bei ein paar guten Sandwiches sind wir um ca. 00:30 weiter zurück nach Prag. Gegen 3 Uhr sind wir z Hause angekommen.

Die heutige Nacht war leider etwas kurz, müsste ich um 11 Uhr in der Botschaft sein. Die letzten Vorbereitungen für meine Wienreise nächste Woche. Nachdem ich mit Christian alles besprochen habe bin ich noch in die Gemeinde zum Festessen. Heute beginnt das neue Jahr im jüdischen Kalender und dazu findet ein großes zeremonielles Essen statt. Ein schönes 5 Gänge Menü mit Putenschnitzel als Hauptgang :-) Gestärkt und munter ging es noch schnell zu einer Klientin, mit der ich zur Post Gefahren bin, um ihre Pension abzuholen. Danach war Feierabend, ab nach Hause und Schlaf nachholen.

Der Feiertag war auch noch Feiertag und wurde zum Relaxxtag erklärt. Beim Anblick meines Zimmers wurde mir zwar schlecht aber das war mir vorerst alles egal. Erst als ich zu Mittag eine SMS erhielt mit dem Text; “Komme um 5 Uhr in Prag an und wie komme ich dann zu dir!” Verdammt nochmal, wieso muss der Besuch immer kommen wenn ich frei habe (gesehen an den Geschehnissen von Wochenende, war dies der beste Besuch). Also musste ich mein Zimmer aufräumen, Coach zum Bett machen, saugen, Wäsche waschen und Geschirr abwaschen. Alles in eine dauernde es 3 Stunden, da ich mich alle 20 min hinlegte und eine Serie von Greys Anatomie zu sehen! :-) gegen 6 Uhr als Julian angekommen ist, war das Zimmer perfekt und Arschsauber das man vom Fußboden essen könnte.

Noch etwas demotiviert ging es mit Julian auf in die Stadt, zuerst Essen im Bohemia Bagel, weiters auf einen Kaffee ins Ouky Douky, das genialste Literaturkaffe der Stadt. Am Schluss noch in den Cross Club, wo wir auf die beiden weiteren Österreicher gestoßen sind. Bis 3 Uhr wurde gefeiert und unterschiedliche Kontakte geknüpft.

Das Wochenende wird in einem eigenen Blog erscheinen aufgrund der vielen Vorkommnisse.

Kurz vorm Herzinfarkt!

Posted: Dezember 21, 2011 in PRAG

In dieser Woche gab es sehr viele Pläne, aber fast keine Zeit. Vom Urlaub langsam wieder an den Alltag in Prag gewöhnt, startete ich in die neue Woche. Am vergangenen Freitag ist mein neuer Kollege angekommen, mit dem ich diese Woche unterwegs bin. 9 Uhr Porada, der neue Mitarbeiter wurde vorgestellt und im alles Wichtige erklärt. Danach noch ein paar Telefonate durchgeführt für Timo’s Plan und es hat sich ergeben, das meine und seine Klientin für den heutigen Tag keine Zeit hatten und wir somit frei hatten.

Am Dienstag stand mein Schwimmen am Programm. In der Früh schnell die Essen ausgeliefert und im Café Jordan alles gemanagt und ab ins Hotel AXA zum schwimmen. Heute war es das erste mal das meine Klientin, mit der ich ansonsten spazieren gehe, beim schwimmen dabei war. Naja habe ich mir das doch etwas einfacher vorgestellt mit zwei Klienten (dabei sollte ich ja drei haben). Ich selbst möchte ja auch schwimmen, aber zwei Klienten immer im Blickfeld zu haben ist nicht ganz so einfach. Glück auf ist mir niemand abgesoffen und ich habe meine Klientin wieder zurück ins Altersheim gebracht. Am Abend wurden die neuen Freiwilligen etwas in das Nightlife eingeführt.

Mittwoch, die Hälfte der Woche ist vorbei! Die Vorbereitungen für das Wochenende laufen, eine weitere Reise nach Österreich wird geplant. Beim Café Miriam wurde Timo als neuer Kollege eingeführt und durfte gleich Kontakt mit der jüdischen Religion machen. Fand ein spezielles Fest statt, zur Erklärung der hohen Feiertage in der nächsten Woche. Es laufen nicht nur die Vorbereitungen auf meine weitere Reise, sondern auch auf das jüdische Neujahr. Am Abend haben wir uns noch gemütlich zusammen gesetzt und uns bis in den Donnerstag unterhalten.

Heute musste ich schon früh raus, um 7 Uhr musste ich schon unterwegs Richtung Klient sein. Ich sollte im in das riesige Landeskrankenhaus Motol begleiten. Dort hatte er einen Termin zur diagnostischen Abklärung auf der Wirbelsäulenambulanz. Mein heutiger Tag gilt als Arzttag, habe ich drei Klienten mit denen ich zum Arzt oder ins Krankenhaus fahre. Naja wie es bei großen Krankenhäusern so ist dauert alles! Knapp mit 5 Minuten Pause bin ich noch rechtzeitig bei meinem zweiten Klientin angekommen. Der regelmäßige Besuch des Ohrenarztes stand am Programm. Dies dauerte Gott sei dank nicht so lange und ich konnte noch zum letzten für heute los starten und ihn zum Hausarzt begleiten. Noch schnell zurück in die Stadt um ein Geschenk für meine Mutter zu kaufen und ab nach Hause noch alles einpacken. Die Österreichtour war bis ins kleinste Detail geplant, nur ein paar wenige waren informiert (und hier vielleicht ein ENTSCHULDIGUNG an alle, bei denen ich mich nicht gemeldet habe).

ABREISE; am Freitag schon frühmorgendlich in die Firma um alles für nächste Woche vorzubereiten und mit Timo gemeinsam zur Essensauslieferung. Am Rückweg habe ich Timo alleine gelassen und bin nach Hause um die Reise nach Braunau am Inn zu starten. Noch rechtzeitig zur Eröffnung der Braunauer Zeitgeschichte Tage mit dem Thema “Schwieriges Erbe”. Nach einem wirklich interessanten ersten Vortrag vom Gedenkzentrum in Obersalzberg, hieß es Zusammentreffen mit alten Freunden aus dem Verein. Bei österreichischen Bier wurde bis zur Sperrstunde diskutiert und über Erfahrungen und Erlebnisse im Ausland gesprochen.

GEHEIMES TREFFEN; noch etwas ausgelaugt von der etwas kurzen Nacht, ging es schon um 9 Uhr wieder zur Veranstaltung. Bis Mittag wurden Vorträge verfolgt (seit 3 Jahren, das erste mal, das ich Zeit hatte), danach mit richtigen Urgesteinen des Vereins beim Essen über die Entwicklung des Österreichischen Auslandsdienstes gesprochen. Pünktlich noch zum gleichzeitig stattfindenden Jahrgangstreffen gekommen um angehenden Auslandsdienern etwas über meine Arbeit in Prag zu erzählen. Nach einer Stunde musste ich aus Braunau aufbrechen um noch zeitig beim Buschenschank Zach in Ligist anzukommen, wo meine liebe Monika ein geheimes Treffen mit ehemaligen Arbeitskollegen organisiert hat. Bei wunderbarer Brettljausn und Mehlspeisen wurde gelacht und gefeiert. Erst spät in der Nacht dachte man auf ein nach Hause gehen. Ja wo Schlaf ich überhaupt? Es wusste ja niemand das ich in Voistberg war, jedoch war mein Bruder informiert, der mir auch seine Coach zur Verfügung stellte.

ÜBERRASCHUNG; mein Bruder war natürlich in alles eingeweiht (der einzige aus der Familie). Zu Mittag fand die Geburtstagsfeier meiner Mutter statt, alle waren gekommen nur ihre beiden Söhne nicht. Mein Bruder ging als erster rein und meine Mutter begann vor Freude zu weinen, das ihr Sohn doch gekommen ist. Auf das Zeichen meines Bruders, “Ich musste gestern noch was holen!” wussten alle das ich jetzt auch noch kommen würde. Meine Mutter war nur noch immer so gerührt das mein Bruder gekommen war, das Sie gar nicht hörte was er sagte. Als ich dann auch noch den Raum betratt, mussten wir uns schon Sorgen machen, weil es für Sie fast zu viel war. Meine Mutter hatte überhaupt keine Ahnung das ich kommen würde und war fix und fertig.

Hier nochmal viel Glück und hoffentlich auf ein weiteres halbes Jahrhundert.

1040km für Mary Lu

Posted: Oktober 10, 2011 in PRAG

Wir schreiben doch schon den 25. Juli 2011, noch eine Woche bis zur Halbzeit meines Dienstes hier in Prag! Ach wie schnell die Zeit vergeht. Kann ich mich noch an meinen ersten Tag hier in Prag erinnern wo ich ganz allein in meinem Zimmer gesessen bin und auf die vielen unausgepackten Taschen gesehen habe. Mit den Gedanken “Was hast du dir da nur angehtan” bin ich nach vielen drehungen doch noch eingeschlafen. Jetzt ist es schon so lange her, das es mir schon wie meine Heimat vorkommt, doch bin ich froh nach einem Jahr auch wieder in Österreich zu leben. Aber weg vom sentimentalen, was ist mir in dieser Woche passiert.

Dieser Montag sollte etwas stressiger werden, bin ich den ab nun für mindestens 2 Monate alleine. Pünktlich um 8 Uhr startete ich in die Firma um zur Morgenbesprechung anwesend zu sein, danach ging es auf zum Essenausliefern. Leider habe ich heute alle 3 Klienten auszuliefern, das bedeutet 2,5 Stunden arbeit. Danach ging es ins Altersheim um meine Klientin, mit der ich immer am Friedhof gehe, auszuführen. Von nun an besuche ich sie fast 3mal die Woche, bin ich ja doch alleine. Danach stand eigentlich eine neue Klientin am Programm, nachdem ich aber bei der Morgenbesprochen schon anklingen hab lassen, dass ich mit 14 Klienten genug zu tun habe und keine neue mehr Übernehmen werde, bin ich auch nicht zu ihr hin. Stattdessen bin ich zu meinem Klienten mit dem Stammbaum.

Dienstag standen erneut alle 3 Essen am Programm und danach noch die Pension C. Jordan, alles ja kein Problem bis sich der erste Klient beschwerte wie so ich so spät dran bin, wir hätten doch früher ausgemacht! Nach unzähligen Entschuldigen und versuchen nach Ausreden zu suchen, habe ich ihm klipp und klar zu verstehen gegeben, er soll sich in der Gemeinde beschweren :-) Etwas wütend auf mich selbst und meine Chefin bin ich zu meiner nächsten Klienten, die Dame mit dem Hund. Heute hiess es das erste mal allein mit dem Hund zu sein, mit allem ausgestattet ging es los. Schon nach der ersten Hausecke erledigte er sein Geschäft, aber kein Problem gibt es ja Hundetüten. Doch bis in den Park hat er sich 3mal erleichter und ich hatte nur 2 Tütten, wie kann es sein, dass ein Hund soviel kotten muss. Endlich im Park angelangt, wollte ich es austesten ob er mir folgt und habe ihn von der Leine gelassen, was bei der ersten Begegnung mit einem Hund nicht so ganz die beste Idee war. Ich bettete zu Gott, dass es ein Weibchen war und er daran nicht interessiert ist :-) komischer Hund. Dann schnallte ich ihn halt wieder an die Leine und es ging so weiter, doch dieser Sturrkopf zog immer mehr an der Leine bis ich anfing langsam zu joggen, dass erfreute den Hund und einige Zeit ging es sehr gut. Plötzlich wurde er immer schneller und ich auch, ich konnte nicht mehr langsamer werden und wurde immer schneller das ich schon fast Sprintete und das im Wald. Nach unzähligen Beinahe Stürtzen hatte ich einen Ast in Reichweite gesehen an dem ich mich mit einer Hand einhängte und die Füsse vom Boden hob, wie eine Schaukel bin ich hin und her gewibt und langsam wieder zu Boden, dass lustige war, sobald ich mich am Ast festhielt blieb der Hund stehen. Nach ca. 2 Stunden bin ich mit dem Hund zurück gekommen und war fix und fertig. Jetzt nur schnell umziehen und nach Hause. Am Rückweg hat mich meine Betreuerin angerufen, dass ich morgen in der Früh zur Besprechung kommen soll.

Also am Mittwoch etwas früher in die Firma um zu sehen was meine Betreuerin möchte. Als Sie anfing, gestern hat ein Klient angerufen, wusste ich worum es geht. Das Ergebniss aus dem Gespräch war, das Sie sich bei mir entschuldigt hat, dass niemand geachtet hat wie viele Klienten ich habe. Danach bin ich gleich mit meinem Klienten erneut zum Kinderlager aufgebrochen. Diese Woche hatten wir mit dem Wetter mehr Glück und wir konnten eine kleine Wanderung mit den Kindern unternehmen. Bei einer nahegelegenen Ruine haben wir uns niedergelassen und ein Lagerfeuer aufgebaut um mit den Kindern gemeinsam eine Suppe zu kochen. Dieses Vorhaben, hat natürlich eine Zeit gedauert und wir haben in der Zwischenzeit mit den Kindern den Wald entdeckt :-) Auf unserem Rückweg wurden wir dann doch noch vom Regen erwischt und sind etwas durchnässt wieder im Lager angekommen, wo wir mit einem warmen Abendessen schon erwartet wurden. Mit einem leichten Schnupfen und noch feuchten Klamotten sind mein Klient und ich zurück nach Prag.

Endlich Donnerstag, der letzte Tag in dieser Woche und der auch nur halb :-) . Wie üblich bin ich am Ende des Monats mit meiner Montagsdame zur Post um ihre Pension abzuholen und dann ging es noch schnell zum Essen, bevor ich mich in Richtung Hauptbahnhof aufmachte. Am Freitag stand doch die Abschiedsfeier von einer sehr guten Arbeitskollegen auf dem Programm. Nach meiner 6 stündigen Zugfahrt, war ich etwas müde, jedoch sehr erfreut meine Dani wieder zu sehen. Gemeinsam sind wir noch zum Pizzastandl, um die beste Schnitzelsemmel im Bezirk zu verzehren. Wir haben uns noch länger unterhalten, bevor Sie mich nach Hause brachte.

Der Freitag war vollauf verplant! Einige Freunde treffen, ein bisschen Einkaufen, Essen gehen und das wichtigste die Abschiedsfeier von Mary Lu! Die Party fand auf der Burg in Voitsberg statt, ein recht nobles Gasthaus :-) . Bei Buffet wurden die Mäuler der anwesenden Personen gestopft und bei Wein und Bier ausgiebig gefeiert. Die Geschenksübergaben waren sehr berührend, jedoch die grösste Überraschung war für Sie eine Handynummer. Naja jetzt denkt man sich was soll man mit so einer Nummer machen, diese führte jedoch zum Anschluss von Andreas Gabalier, ihrem Schwarm :-) zuerst wollte Sie gar nicht anrufen und hat es dann doch sehr verlegen gemacht. Als Sie seine Stimme erkannte, fing sie laut an zu schreien und freute sich über das ganze Gesicht. Natürlich gab es auch viele Tränen, hiess es ja den Abschied von der Firma und den Freunden. Bis spät in die Nacht wurde ausgiebig gefeiert und gelacht!

Mit diesem Blog möchte ich mich auch persönlich bei Mary Lu verabschieden und ihr ein schönes Leben in der Pension wünschen und das Sie all ihre vorgenommenen Ziele erreicht .

Das restliche Wochenende stand im Zeichen der Familie und bereits am Sonntag musste ich erneut meine Rückreise nach Prag antretten.

Wenn etwas schief geht dann aber richtig! Meiner Betreuerin habe ich bereits am Freitag gemeldet, das ich am Montag erst später zur Besprechung komme um meinem Gast noch zum Bahnhof zu bringen. Also sind wir ohne Bedenken zum Bahnhof und haben uns Verabschiedet, es dauerte etwas länger aber gegen 10 Uhr war ich dann in der Firma.

Mit ganz entsetzten Augen wurde ich angesehen und die erste Frage lautete ob mir etwas zugestoßen sei. Ich war etwas verwundert aber mir wurde schnell alles klar! Meine Betreuerin ist ja am Sonntag für zwei Wochen ins Kinderlager gefahren und somit war Sie nicht hier um zu melden das ich später komme. Die Ironie des Schicksal wollte es auch, das mein Arbeitskollege auch nicht hier war und Sie sich deshalb über uns sorgen machten.

Während ich mein Essen auslieferte klingelte mein Telefon, meine Betreuerin. Ganz verzweifelt klang sie am Hörer, hatten wir doch beim Einpacken am Sonntag irgendwo das Besteck verloren und ist nicht mit ins Lager. Ein paar weitere Kleinigkeiten haben noch gefehlt. “Was machen wir jetzt!” fragte Sie leicht vorwurfsvoll, als ob ich etwas dafür könnte. Aber dem Francesco wird schon was einfallen, ich gab ihr zur Antwort Sie in 20 min zurück zu rufen. Nach ein paar Telefonaten mit meinen Klienten habe ich meine eigentliche Arbeit auf die anderen Tage verteil, könnte etwas stressig werden aber gut. Also gab ich meiner Betreuerin bekannt das ich heute noch mit den Sachen im Lager vorbeikommen werde, zuvor aber noch in die Werkstatt fahre um mein Licht zu reparieren.

Nach dem Essen hieß es jetzt ab nachHause, das Auto holen zurück ins Büro und beladen und zur Werkstatt. Nach einer 20 min Tour durch die Verkaufshallen bei Mercedes hatte ich endlich jemanden gefunden der meinen Auftrag entgegennahm und sich um mein Licht beim Auto kümmerte.  Eine volle Stunde habe dafür verloren und bin erst gegen 16 Uhr ausPrag heraus gekommen um nach Chrenovice, dem Kinderlager zu fahren. Nach ca 1 1/4 Stunden kam ich an meinem Bestimmungsort an, am Arsch vom Tschechien. Hier gab es nichts, aber doch noch soviel um sogar einen Bahnhof anzulegen, wo 5 mal tgl. ein Zug vorbei kommt. Als ich in die Einfahrt zum Camp einbog liefen mir eine Scharr von Kindern entgegen, was unweigerlich zu einer abrupten Vollbremsung führte und den Autoinhalt etwas verteilte. Jeder wollte nur in mein Auto, anscheinend wussten Sie das ich mit ein paar guten Sachen kam, den unter den vergessenen Dingen befanden sich auch viele Dinge für die Kinder. Nach dem Ausladen wurden mir sofort ein wunderbar mit Liebe zubereitetes Abendessen serviert, wo sich Kinder um meinen Tisch versammelten und mir ganz genau beim Essen zusahen. Als endlich ein Pfiff aus dem hinteren Bereich des Areals ertönte, welcher die Kinder auffordern sollte zu kommen, konnte ich mein Essen zu Ende genießen ohne bis ins kleinste Detail überwacht zu werden. Den Kindern waren meine Haare nicht ganz so geheuer und auch meine Größe, zum anderen war ich jetzt auch der erste erwachsene Mann im Camp. Wir beschäftigten uns noch eine Zeit mit verschiedenen Namensspielen um alle kennen zu lernen, bevor ich meine Rückreise in die Stadt antrat, um gegen 21 Uhr bei meinem Kollegen zum Grillfest zu erscheine. Noch bis in die frühe Nacht wurde gegrillt und gefeiert, somit ich am nächsten Tag leichte Augenringe aufwies.

Der Dienstag war etwas stressiger hatte ich mir meine Klientin von Montag zwischen meine beiden Dienstag Klienten gepresst, was mich etwas in Zeitnöte brachte. Heute musste ich ohne Pause auskommen! Die einzige Komplikation bestand nur darin mit einer Klientin auch auf den Friedhof zu fahren, was meistens sehr anstrengenden ist und auch etwas Zeitaufwendig ist. Trotzdem schaffte ich alles und war gegen 20 Uhr zu Hause um mich für den nächsten Abend, mit einer kleinen Hausparty bei Tobias, vorzubereiten. Diese Woche musste ich mit wenig Schlaf auskommen, war es doch die letzte mit Tobi.

Mittwoch musste ich erst gegen 11 Uhr zur Arbeit was mir wenigsten 2 Stunden mehr einbrachte, doch sollte der Start in die Arbeit nicht ganz funktionieren. Als ich mich in der Früh auf den Weg ins Bad machte verspürte ich beim gehen immer einen kleinen Stich in der Kleinzehe, konnte aber beim ersten Blick nichts besonderes erkennen. Erst im Bad wurde der Fuß genau Untersucht, die kleine Zehe war nur doppelt so dick als normal und hatte eine dunkelrot-bläuliche Farbe und schmerzte höllisch bei jedem Versuch die Zehe zu bewegen. Die Gedanken wurden durchforstet was gestern passiert ist als mir plötzlich ein Lichtblitz aufging und ich mich erinnerte den Fuß gestossen zu haben. Verdammt der sieht gebrochen aus!

So wie ich es gelernt habe wurde die Kleinzehe mit Leukoplast an die Nachbarzehe mit einem “Dachziegelverband” fixiert. Mit leichten hinkenden Gang erreichte ich die Firma und musste ein kleines Problem beklagen. Alle sagten mir der ist definitiv gebrochen, ich muss sofort auf die Klinik zum Röntgen. Nach kurzen Telefonaten wurde eine naheliegende Klinik informiert und auf meine Ankunft vorbereitet. So kam es auch das ich sofort Untersucht wurde und ein Röntgen durchgeführt wurde. In der Zwischenzeit habe ich meinen Kollegen informiert, das er wahrscheinlich meine Essensauslieferung besorgen muss. Nach dem Röntgen zurück in die Ambulanz, der schöne Verband wurde gelöst und mit guten Glück erklärte mir die Ärztin es sei nicht gebrochen nur geprellt, Therapie gleich wie wenn er gebrochen wäre, Schmerzen für ca. 3 Wochen! DANKE! Also wieder zurück in die Firma, allen von der guten Nachricht berichten und mal etwas Essen. Nach dem Mittagessen hätte ich eine Pause gehabt, doch irgendwie kam es, dass mein Kollege nicht auftauchte und somit meine Essen noch nicht ausgeliefert wurden. Deshalb beschloss ich trotz schmerzender Zehe an die Arbeit zu gehen. Nachmittags noch 2 Klienten betreut und gegen 21 Uhr zu Hause angekommen. Das gute war es ist Mittwoch mein freier Abend, deshalb wurde die Zehe hochgelagert und der Schmerz mit Schnaps abgetötet :-)

Ein weiteres Problem stand mir noch bevor, sollte ich am Donnerstag mit einem Klienten gemeinsam ins Kinderlager fahren um dort etwas mit den Kindern zu unternehmen. Die Wetterprognose stand auf Regen, geschlossene Schuhe waren mit dieser Zehe ausgeschlossen. Naja abwarten auf den nächsten Tag. Bereits um halb 7 läutete mein Wecker, unmenschlich diese Zeit :P – aber alles ärgern und jammern hilft nichts ich muss raus. Schnell unter die Dusche die Zehe versorgt und mit den Crocs losgestartet. Als Reserve hatte ich noch meine Wanderschuhe mit, die etwas breiter geschnitten sind. Vor der Haustür noch blauer Himmel hatte ich in der Stadt schon leichten Regen, meinen Klienten abgeholt und raus aufs Land. Der Regen wurde immer Schlimmer, dass es mein Scheibenwischer bei voller Leistung auf der Autobahn fast nicht geschafft hätte. Um halb 10 Uhr endlich im Camp hat der Regen auch nachgelassen, aber fürs erste hieß es nur im Camp mit den Kindern zu spielen und eine kleine Wanderung erst zu wagen, wenn es sich bessern würde. Leider wurde es aber immer schlimmer als besser! Jeder der Kinder hat weiß auch das sie liebend gerne in Pfützen springen, also wurden alle mit Gummistiefel und Regenmantel ausgestattet um zumindest eine kleine Wanderung zu machen. Für uns als Erwachsene war der Regen von oben kein Problem doch der von unten war nicht abzuwehren, links und rechts ein Kind an der Hand, welche jede erdenkliche Pfütze aufsuchten und mit breiten Lachen hineinsprangen. Aber was macht man nicht alles um mit den Kinder etwas Spaß zu haben. Fast bis auf die Unterhose durchnässt, mit trockenen Oberkörper, kamen wir wieder im Lager an und wurden mit einem Mittagessen verwöhnt. Nach dem Essen stand ein Mittagsschlaf an, fast alle Kinder legten sich etwas hin um sich neue Kräfte für den Nachmittag zu sammeln. Doch mein Klient war auch schon müde und so fuhren wir schon früher zurück nach Prag, was ich dazu nutze um den Nachmittag mit Wäschewaschen zu verbringen und mich etwas für den Abend auszurasten. Heute stand nur ein gemütliches Zusammensitzen am Programm wo wir ausführlich diskutierten und ein paar Bier leerten.

Schon war es Freitag, der Tag sollte ja nicht so stressig werden. 09 Uhr Supervision, 10 Uhr Officearbeiten, 11 Uhr Essenausliefern, 12 Uhr Mittagspause, 13 Uhr Klientin 1, 14 Uhr Klientin 2 und 16 Uhr Klientin 3. Hört sich ja nicht so schlecht an :-) . Aber heute stand ein neuer Programmpunkt am Plan, Klientin 3 habe ich von Tobias übernommen und wurde heute zum ersten mal besucht, zum Glück gemeinsam mit Tobias. Als Aufgabe galt es mit einem Hund für 1-2 Stunden spazieren zu gehen, kann ja nicht so schwer werden. Doch dieser Hund ist nicht normal ein Tier so groß das er mir bis zur Hüfte reicht und dazu noch Alphamännchen. 2 Sturrköpfte wie soll das gut gehen? Die Klientin wohnt ziemlich weit ausserhalb von der Stadt und in der Nähe gibt es eine sehr schöne Grünanlage mit Wald, Deich und vielen Spaziermöglichkeiten. Tobias führte mich und Hund durch die Anlage und verschiedene Wege, meinte aber ich muss mir dann selbst meinen Weg suchen, sollte ich nicht zurück finden, einfach dem Hund das Kommando geben und er führt mich :-) Na toll, aber egal irgendwie hat der Hund sich sofort in mich verliebt! Er folgte an der Leine und auch wenn ich Pfiff blieb er stehen und wartete auf mich, wobei ich ihn nicht von der Leine ließ, da mir Tobias davon abgeraten hat. Der Hund würde nicht gut auf andere reagieren und ihm ist das zu gefährlich. Die Runde wurde abgeschlossen und es hieß zurück nach Hause um alles, wie immer, für den Abend herzurichten :-)

Am Samstag nutze ich den Tag um wieder etwas zu saugen und die Küche zu putzen, des weiteren ging ich noch Einkaufen um einen Kuchen für Tobias-Abschiedsfeier zuzubereiten. Mit viel Schlag und Biskotten bewaffnet ging es dran eine Malakoff Torte zuzubereiten, ich liebe Sie! Schon war es auch wieder Abend, hatte ich ja den Vormittag verschlafen. Die große Party stand am Programm, mit Torte, Alkohol und guter Laune ging es auf! Ausser ein paar Brösel und Kopfschmerzen blieb nichts am nächsten Tag übrig, eindeutig zu viel Alkohol :-) Erst gegen 7 Uhr zuhause gewesen ging es ins Bett und um 12 Uhr schon wieder raus? Ja genau, ich habe mir für dieses Wochenende eine Klienten eingeteilt um mit meiner Arbeit etwas weiter zu kommen.

Ein kleines Projekt, welches ich vorbereite, handelt um eine meiner Klientinnen. Ihr wird eine Wienreise von der Österreichischen Botschaft organisiert oder eher Sie wurde eingeladen und ich organisiere :-) . Ein Teil davon ist es ein Zeitzeugengespräch in einer Schule abzuhalten und hier ihren Film zu zeigen, der aber leider nur auf Tschechisch ist und ich mich mit ihr daran mache ihn zu übersetzen. Sie spricht ja fließend Deutsch und daher war es nicht so schwer, doch benötigten wir 5 Stunden für 30min Übersetzen. Zu diesem Projekt werdet ihr in meinen weiteren Blogs noch lesen.

Ich glaube dieses mal zu viel geschrieben zu haben, aber es ist auch meine Lust am schreiben zurück gekommen!

Wünsche euch allen alles Gute und freue mich ein paar von euch zu sehen!
(mehr im nächsten Blog :D )

Besuch aus der Heimat

Posted: August 9, 2011 in PRAG

Nach der letzten Woche die ja nicht so erholsam war, startete ich in die nächste!

Mein Start war schon Abenteuerlustig :-) , pünktlich um 7:30 läutete mein Wecker um mich für die allwöchentliche Besprechung vorzubereiten. Etwas ausgelaugt von der anstrengenden Wanderung vom Vortag setzte ich mich an den Bettrand. Nach einem kurzen Kampf mit meinen Augen, sie offen zu halten, stand ich vom Bett auf.

So wie ich Aufstand lag ich auch gleichzeitig am Boden mitten im Zimmer. Was ist passiert?

Etwas benommen von dem überraschenden Sturz realisierte ich erst, das sich meine alte Oktoberfest-Verletzung bemerkbar gemacht hat, über Nacht. Bei einer Überbelastung meines linken Fußes muss ich am nächsten Tag immer mit Ausfällen des Halteapparates rechnen. Nach einem kleinen Kampf mit mir selbst um vom Boden hochzukommen, habe ich mich ins Badezimmer geschleift und nach meinem verfluchten Stützstrumpf gesucht. Nachdem ich ihn angelegt hatte konnte ich zumindest mein Bein wieder belasten, jedoch nur unter Schmerzen. Humpelnd erreichte ich die Arbeit und wurde von allen mit entsetzten Augen angesehne, was passiert sei. Nach kurzer Erklärung konnte ich zur Arbeit starten, wusste ich ja das alles nach 2 Tagen wieder weg sein wird.

Den Montag ging ich etwas langsamer an und war auch bereits um 16 Uhr wieder zu Hause. Der Abend wurde dafür genutzt mein Bein zu pflegen und mehrmals mit Voltaren und Eiswürfeln von aussen zu kühlen, innerlich wurde mit kühlen Bier und Schnaps nachgeholfen. Mit einem leichtes “Dussel” bin ich gut eingeschlafen und habe vergessen den Strumpf über Nacht abzulegen.

Am Dienstag morgen schmerzte mein Fuß unvorstellbar, jedoch war mein Fuß angeschwollen und durch den Strumpf eingeengt. Als Schwester (aus beruflicher Sicht) sollte ich ja klüger sein, aber nachdem ich den Strumpf abgelegt hatte ging es gleich besser. Auch das gehen war schon leichter, immer nur die ersten Schritte nach länger Ruhe sahen aus wie bei meinem 96 jährigen Klienten :-)

Bis am Abend war ich schon wieder so fit um bei einem kleinen Grillen bei Tobias dabei zu sein und am Mittwoch war nichts mehr zu merken von irgendwelchen Schmerzen oder komischen Gang. Der Mittwoch war ganz ruhig, am Vormittag das Essen ausgeliefert danach mit einer Klientin spazieren und noch zum Café Miriam. Am Abend habe ich mich meiner Vereinsarbeit gewidmet und noch vor Mitternacht mein Bett aufgesucht, stand mir doch ein weiterer Tagesausflug am nächsten Tag bevor.

Das Wetter war nicht auf unserer Seite hatten wir doch zum Start unserer Ausfluges nur schlechtes Wetter so das wir uns Alternativen zum schwimmen überlegen mussten. Der Zufall wollte es, dass eine unserer Begleiter in der nähe vom See ein Sommerhaus besaß und uns alle zum Kaffee in ihrem Haus eingeladen hat. Nach Kaffe und kleinen Leckereien spazierten wir zum See, wo sich auch das Wetter etwas lichtete. Der See entstand durch eine Sandgrube für den Bau der Metro in Prag und dient jetzt als kleiner Erholungssee mit Sandstrand :-) nach einer Runde um den See merkten wir das wir die einzigsten waren. Die mutigsten von uns sind ist das doch recht stark abgekühlte Wasser um ein paar Tempo zu machen. Abgetrocknet und fit für die Weiterfahrt ging es in ein nahe liegendes uriges Restaurant, wo wir uns stärkten für die Heimreise. Gegen 16 Uhr in Prag wieder angekommen hat uns die Hitze fast erschlagen. Mir war nun leid das ich nicht auch in den See gesprungen bin. Zurück in der Wohnung habe ich alles für die morgige Ankunft meines Besuches vorbereitet und schon früh ins Bett gefallen.

Am Freitag ging es gleich früh raus um ins Büro zu gehen und meinen Plan für die nächste. Woche vorzubereiten und die letzten Vorbereitungen für das Kinderlager zu machen. Nach dem ausliefern des Essens noch schnell 2 Klientinnen besucht und schon zum Hauptbahnhof geeilt um meinen Besuch aus der Heimat abzuholen.
Die ersten Worte der Begrüßung waren; “Woa gibts den do a kühle Blonde!” ach, die Heimat lässt grüßen! Also wurde die erste Kneipe aufgesucht und gleich mit einem Schluck das erste Bier geleert, hier habe ich doch mal einen ersten Konkurrenten. Nach dem zweiten Bier haben wir uns dann doch auf den Weg in die Wohnung gemacht um die Sachen abzuladen und sich für den ersten Abend herzurichten.
Der erste Weg führte in mein Bekanntes Restaurant in Andel, wo ich mit jedem Besuch hingehe. Bei köstlicher 800 Gramm Stelze und selbstgemachten Pommes wurden ein paar Bier gelehrt. Unser Weg führte uns weiter ins Ujezd und spät Abends in den Crossclub wo wir auch auf Tobi trafen. Bis in die Morgenstunden, bereits der Sonnenaufgang begrüßte uns, Wurde gefeiert und im leicht angetrunkenen und müden Zustand taumelten wir nach Hause.

Nach einem längeren Ausschlafen sind wir nach dem Frühstück gegen 16 Uhr in die Stadt um mit dem Sightseeing zu starten. Von der Burg über die Kleinsseite zur Karlsbrücke und in die Altstadt, noch das jüdische Viertel und ab zur Pizzeria Blauer Garten. Nach dem späten Mittagessen sind wir zurück in die Wohnung war es ja schon nach 20 Uhr. Etwas ausrasten und ab in die zweite Nacht. Gestartet wird heute auf dem Berg über dem Bunker, wo es einen Biergarten gibt. Mit Bier und Schnaps bewaffnet ging es an die Spitze des Berges und die Aussicht zu genießen und gemütlich über Gott und die Welt zu diskutieren. Begleitet wurden wir heute von Tine und Tobi, wodurch eine Lustige Unterhaltung zwischen Deutschen und Österreichern entstand. Unser Wg führte uns weiter an den Zizkov-Hügel wo wir die Bars 7 Wölfe und Akropolis unsicher gemacht wurde. Bereits wieder in den Morgenstunden ging es wieder nach Hause.

Heute konnte aber nicht wirklich ausgeschlafen werden, musste ich gegen halb 12 Uhr in der Arbeit sein um zum befühlen des Busses für das Kinderlager behilflich zu sein. Christian habe ich in der Paneria abgesetzt wo er ein gutes Frühstück genoss und ich ging schnell an die Arbeit, dauerte es nur ca 1 Stunde. Als ich auch noch ein kleines Frühstück zu mir genommen hatte, ging es weiter mit Sightseeing. Der Hauptplatz und Wenzelsplatz waren noch ausständig und wollten wir auch auf den Fernsehturm. Bei blauen Himmel und Sonnenschein konnten wir über die ganze Stadt blicken und die Menschen sahen aus 100 Meter Höhe wie Ameisen aus. Nach einem guten Essen im ersten Restaurant von Pilsner Bier in Prag mit traumhafte Biergarten ging es langsam wieder zurück in die Wohnung. Der Nachmittag wurde mit DVD sehen und Faulenzen verbracht.

So klinkte diese Woche noch gemütlich aus und ich konnte Erholt in die neue Woche starten, aber mehr dazu im nächsten Blog.

Für meine Leser möchte ich alle Wochen zusammenschreiben, wird sich aber dadurch die Aktualität etwas verschieben, hoffe aber so schnell als Möglich den Rückstand aufzuholen.

Mensch denkt und Gott lenkt

Posted: Juli 31, 2011 in PRAG

Liebe Leser/Innen,

mit voller Kraft bin ich aus meinen Urlaub in die neue Arbeitswoche gestartet, auch mit dem Hintergedanken das es sich um nur 3 Tage handelt. Dienstag und Mittwoch waren tschechische Staatsfeiertage! Also fuhr ich wie gewohnt um 9 Uhr in die Gemeinde, ging in den 2 Stock ins Konferenzzimmer – doch da war niemand. Ich begab mich auf die Suche und fand endlich eine Sozialarbeiterin die mir mitteilte, dass alle auf Urlaub sind bzw. sich einen Fenstertag genommen haben und sie die einzige ist welche heute arbeitet. Nagut, dann ging ich mal ins Büro um auf meinem Plan nachzusehen ob es änderungen gibt. Mit Überraschung wurde mein kompletter Montag über den haufen geworfen, es startete schon mit dem ausliefern der Essen mit dem Auto und verschob somit alle weiteren Termine. Nach ein paar Telefonaten mit meinen Klienten dass es sich heute verschieben wird, haben mir alle Abgesagt weil sie auf Ausflügen sind oder Besuch von ihren Kindern bekommen. Naja kann ja mal nicht schaden einen Nachmittag frei zu haben :-)

Also machte ich mich auf den Weg ins Altersheim um von dort mit den Essen zu starten, was ich nicht wusste, dass die gesamte Innenstadt eine einzige Baustelle zurzeit ist. Pünktlich noch im Hagibor angekommen ging es gleich los, heute mit einem Taxi (der sollte sich ja auskennen). Die ersten 3 Essen wurden rasch verteilt, hatte ich ja nur 9 Klienten heute am Plan, was mich ja sehr freute. Doch dann passierte es ….. der Taxifahrer ist die mit abstand am blödeste Strecke zur Gemeinde gefahren die ich je gesehen habe und zwar mitten durch die Baustelle. Nach ca. 1 Stunde im Baustellenstau bin ich endlich in der Gemeinde angekommen um die restlichen Essen aufzuladen und auszuliefern. Natürlich verspätete sich alles und ich benötigte für eine Strecke von 1,5 Stunden genau 2,5! (an dieser Stelle sei angemerkt, dass ich am liebsten den Taxifahrer aus seinem eigenen Fahrzeug geworfen hätte und selbst weiter gefahren wäre)

Nach diesem etwas konfusen Start in die Woche ging es ab nach Hause und ans Wäsche waschen, nach 10 Tagen Urlaub und dafor einem Besuch hatte sich reichlich etwas angesammelt, der gesamte Dienstag und auch Mittwoch vormittag wurden nur damit verwendet Wäsche zu waschen, aufzuhängen und wegzuräumen. Dazwischen habe ich auch die Zeit genuzt und für dem Verein wieder etwas gearbeitet.  Diese beiden Tage hatte ich auch das erste mal, seit ich in Prag bin, das niemand meiner Kollegen oder Freunde in der Stadt war und ich vollkommen alleine war.

Am Mittwoch Abend reisten 4 Freunde aus Wien an, die sich für ein paar Tage bei mir eingemietet haben. Vor lauter Langeweile konnte ich es gar nicht erwarten bis Sie um ca. 17 Uhr eintrafen (wie soll ich nur den August überleben wenn alle meine Freunde schon aus Prag abgereist sind). Den ersten Abend gingen wir schon bis in die Morgenstunden auf Partytour und dabei stand mit ein Tagesausflug am nächsten Tag bevor, aber unser Francesco lässt sich davon nicht unterkriegen. Übernachtet wurde in der WG vom Tobias (zur Erinnerung, mein Arbeitskollege), jedoch nur eine Nacht den der Nachbar war der Meinung wir würden zu viel Lärm machen und drohte mit der Polizei also entschlossen wir uns in meine Wohnung zu fahren und halt zu fünft in meinem Zimmer zu campieren :-) .

Am Donnerstag stand der Ausflug zu einem Badesee am Programm, vorerst dachte ich es würde sich um einen nahegelegenen Badesee handeln aber nach zweistündigen Busfahrt wurde ich eines besseren belehrt. Nach einem Spaziergang, Essen und ein bisschen schwimmen, im eiskalten Wasser ging es wieder zurück und ich war gegen 18 Uhr zurück in Prag. Etwas müde vom Vorabend und dem Ausflug blieb mir aber keine Zeit und meine Freunde drängten zur nächsten nächtlichen Aktivität. Erneut wurde bis in dir Morgenstunden ein Bier nach dem anderen gelehrt. Mit etwas blauen Augenringen bin ich am Freitag nach nur 1 Stunde Schlaf auch schon wieder zur Arbeit. Nach ein paar witzigen Kommentaren von meinen Arbeitskollegen über meine schönen Augen machte ich mich zum Essen ausliefern auf und meiner einzigen Klientin an diesem Tag (zum Glück). Als ich gegen 15 Uhr nach Hause kam sind meine Freunde erst aufgestanden! :-)

Nach einer längeren Diskussion ist mein Besuch zum Entschluss gekommen schon Heute abzureisen um weiter an den Plattensee in Ungarn zu fahren. Mit dem Gedanken jetzt mich noch etwas aufs Ohr zu hauen um am Abend für das Grillen mit Tobi fit zu sein wurde nichts. Stattdessen ging ich Rasenmähen und Abwaschen. Am Abend wurde mit Tobi und meinen Mitbewohnern gegrillt und mal so richtig Tschechisch Schnaps gesoffen und im Anschluss noch die Stadt unsicher gemacht. Nach 3 Tagen extremen Feiern bin ich am Samstag in der Früh fast Ohnmächtig ins Bett gefallen. Aber wie das so ist das man in fremden Betten nicht gut schlafen kann wachte ich gegen 10 Uhr auf und habe mich auf den Weg nach Hause gemacht, wo ich meinen Schlaf fortsetzte.

Am Abend hieß es dann Wochenende ab in die Partystadt :-) Nein so verrückt bin ich auch nicht, mit Tobi ging ich gemeinsam ins Kino und schon relativ früh, gegen Mitternacht ins Bett, stand mir aber ein harter Sonntag bevor! Gegen 09:30 fuhren Tobi und ich mit dem Auto in das Riesengebirge im Norden des Landes um den höchsten Berg, die Schneekope mit 1600 Metern zu besteigen. Nach einer 2 stündigen Autofahrt ging es an den Aufstieg, auf den ersten 4 Kilometern wurden fast 1000 Höhenmeter überwunden, aber mit voller Energie waren wir nach kurzer Durchquerung eines Moores in 2 1/2 Stunden an der Bergspitze. Der Abstieg war etwas Schwieriger da uns schon etwas die Kräfte verliesen, nach 7 Stunden wandern fuhren wir wieder nach Prag. Am Ende des Tages bin ich nur mehr in mein Bett gefallen und war definitiv Halbtot.

Dies war meine Willkommens-Woche nach dem Urlaub. Meine lieben Leser ihr werdet sehen das auch die nächsten Wochen spannend werden und wünsche euch viel Spass beim weiterlesen!